Galerie
Albrecht

Huang Yuan Qing

29 April — 18 June 2016

Opening — Friday 29 April, 18:00 — 21:00

Gallery Weekend Berlin — Saturday 30 April & Sunday 1 May, 11:00 — 19:00

Untitled 2014-2015, oil on canvas, 130 × 110 cm

Untitled 2015-21, acylic on canvas, 130 × 150 cm

Untitled 2015-20, oil on canvas, 150 × 130 cm

Untitled 2016-3, acrylic on canvas, 130 × 110 cm

Untitled 2015-2016, acylic on canvas, 110 × 130 cm

Untitled 2013-12, acylic on canvas, 160 × 120 cm

Als herausragende führende Persönlichkeit der chinesischen abstrakten Kunst, verbindet Huang Yuan Qing östliche und westliche Techniken und Herangehensweisen.

 

Ausgebildet als Kalligraph, folgt er in seinen Bildern in zeitgenössischer Weise der Tradition der chinesischen «Literati», der traditionellen Auffassung folgend, dass Malerei und Kalligraphie aus der gleichen Quelle stammen. Huangs intuitive Sprache entwickelt sich langsam, sie erscheint beweglich flexibel und doch präzise, jedes Bild wird von einer inneren rhythmischen Intelligenz geleitet. Im Gegensatz zu den Prinzipien der Kalligraphie aber entstehen die Bilder über einen längeren Zeitraum hinweg, manchmal über Monate und Jahre. Den Malereiprozess aufhaltend erlaubt es die Vorgehensweise, dass die Zeit entscheidend und wesentlich zur Vollendung des Bildes beiträgt.

 

Für diejenigen, die zu unserer Kultur gehören, ist die Kalligraphie ein Konzept. Sobald wir das Wort hören, wissen wir, worum es geht: Um Schriftzeichen, schön geschrieben. Wenn wir den Akt des Schreibens von diesem Konzept wegnehmen, bietet die Kalligraphie ein reiches Feld dynamischer Beziehungen zwischen Linie und Linie, Linie und Form, Schwung und Kraft, Rhythmus und Melodie. Diese Beziehungen sind frisch und ungewohnt. Unsere Vorfahren haben in Bezug auf die Qualität von Umriss und Linie und auf alle dem Kalligraphen offen stehenden Möglichkeiten einen tiefen Erfahrungsschatz zusammengetragen. Ich begegne der Kalligraphie vom Standpunkt der Überwindung der Kalligraphie, aber ihre innere Logik leitet meine Bilder. Sie ist eines der Hauptelemente meiner Arbeit. Es wäre zu einseitig, die Kalligraphie nur als die Kunst des Schreibens zu betrachten. Der Schreiber selbst ist das Schreiben. Es ist Teil seines Körpers, seiner Empfindungen und Wahrnehmungen. Der Schreibende kann sich nirgendwo zwischen seinen Worten verstecken. — Huang Yuan Qing