Frédérique Edy

05 June - 10 July 2010

Die Galerie Albrecht zeigt mit großer Freude das erste Mal die Bildhauerin Frédérique Edy in Berlin.

 

Für diese Premiere ist die neue Arbeit „The Talking Stick“ aus Bronze entstanden, Frédérique Edy hat damit Neuland betreten. Sie hat eine klassische, realistisch weibliche Figur gemacht, die sich zwar präsentiert, aber dem Betrachter nicht zuwendet. Augen und Mund sind geschlossen, der Kopf auf dem langen Hals über Augenhöhe gehoben. Mit dem breiten Becken und den kräftigen Beinen scheint sie fest mit dem Boden verbunden zu sein, und doch ist sie ganz woanders, eben nicht da, wer weiß wo. In der Hand hält sie den „Talking Stick“, den Sprechenden Stab, auf den sie konzentriert zu sein scheint. Nach dem Stab in der Hand ist die Arbeit betitelt, die Welt jenseits des Realen ist ihr eigentliches Thema. Parallel zu „The Talking Stick“ entstand „L’Atrappe Nuit“ – der Fänger der Nacht, auch eine stehende, männlich wirkende, aber kleinere und zartere Figur. Sie hat das Gesicht einer Eule, angedeutete Flügel und Krallenhände. Sie wirkt nicht monströs, aber rätselhaft.

 

Frédérique Edy
Französin,1967 in Antwerpen, Belgien geboren, lebte mit Ihrer Familie in Pretoria, Südafrika, Washington, USA und seit sie 12 Jahre alt ist in Paris. Heute lebt und arbeitet sie in Cariatiz in der Nähe von Granada. Sie studierte von 1989 bis 1992 bei dem Bildhauer Manfredi Quartana (Schüler von Etienne Martin) von 1994-96 Steinbildhauerei an der Ecole de Glacier ebenfalls in Paris. Von 1997-99 erhielt sie das Stipendium Casa Velazquez Madrid der Academie Francaise, seitdem lebt sie in Spanien. Weitere Preise: 1998 Prix Paul Belmondo – der Bildhauer Paul Belmondo ist der Vater von Jean-Paul Belmondo, 1999 Prix G. Wildenstein de l’ Institut de France, 2000 Grand Prix de Portrait Paul-Louis Weiller. Sie ist in den Sammlungen Prince Rainier de Monaco und Principe de Asturias vertreten.