Jiang Zhi Xin

Large work on paper

26 March - 23 April 2011

Das Wesentliche in seinen Zeichnungen dreht sich um die Kunst der Wahrnehmung. um das Einordnen von Sinnes-Eindrücken. Um die Spiegelung von meditativen Gedanken und Emotionen. Anders gesagt: In seinen Tuschezeichnungen geht Jiang Zhi Xin mit uns auf die Suche nach dem Rätsel der Mitte.

 

Berge, Himmel, Wasser, Mond und Tiere – alle Motive gehören zum archaischen Vokabular in der Bildenden Kunst Chinas. Aber er beschwört darin nicht das sensationell Besondere, oder das Einzigartige einer konkreten Szenerie. Seine Virtuosität zielt auf das Gegenteil: er löscht alles aus, das von der allgemeinen Essenz seiner gezeichneten Berichte ablenken würde. Sie erzählen etwas: Schwimmend zwischen Helligkeit und Dunkel. Changierend im Grau zwischen Weiß und Schwarz. Er arbeitet kontrolliert und frei, nutzt den kühnen Pinselschwung in der Fläche und setzt mit genau platzierten Umrisslinien seine Tiere zu Herden zusammen.

 

Und auch beim Mond über dem geheimnisvollen Wasser ist es nicht einfach nur das Nachtweiss, das er gestaltet. Er macht uns zu Mitspielern seiner Szenen. Man sieht erst hin und dann hört man seinen Zeichnungen die Stille an.

 

Thea Herold