Galerie
Albrecht

Ausblicke

David Connearn, Patricia Dreyfus, Niklas Goldbach, Fritz Klingbeil, Regina Sell, Peter Tollens, Rosario Vicidomini

29. Mai – 25. Juli 2020

29. Mai 16 – 20 Uhr

Niklas Goldbach, Tempelhofer Feld, 2016, Fotoarchivpapier, 75 x 50 cm

Fritz Klingbeil, 900, 2005, Öl auf Leinwand, 90 x 90 cm

Fritz Klingbeil, 121219, 2019, Öl auf Leinwand, 30 x 30 cm

Fritz Klingbeil, 231019, 2019, Öl auf Leinwand, 30 x 30 cm

29122019, 2019, Öl auf Leinwand, 30 x 30 cm

Fritz Klingbeil, Skulptur 1, 2000, Plexiglas, 288 x 24 x 24 cm

Regina Sell, Nr.1, 2020, Grafit auf Leinwand, 85 x 85 cm

Regina Sell, Nr. 2, 2020, Grafit auf Leinwand, 105 x 105 cm

Regina Sell, Nr.3, 2020, Grafit auf Leinwand, 120 x 120 cm

Peter Tollens, blau, 2017, Ölfarbe auf Leinen auf Holz, 46 x 48 cm

Peter Tollens, weiss-ztf (zink-titan-flake.weiss), 2018, Ölfarbe auf Leinen auf Holz, 56 x 61 cm

Patricia Dreyfus, Château Impression, 2015, Tinte auf Papier, 66,4 x 49 cm

David Connearn, No. 1, 2019, Tinte auf Papier, 42 x 42 cm

Rosario Vicidomini, Untiteld 4, 2019, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Installationsansicht

Nach einem unvergleichlichen „Stillstand“ des allgemeinen öffentlichen und privaten Lebens ist dieses Ausstellungsprojekt ein Versuch mit sieben künstlerischen Positionen einen neuen und möglicherweise auch vorausschauenden Blick im Jetzt und mit Abstand zu wagen. Dabei geht es gleichermaßen um die Wiederbelebung und Wechselbeziehungen, in diesem Fall Galerie – Künstler – Publikum und damit zurück zu einer vertrauten wenn auch fragilen Normalität von sozialgesellschaftlicher und ökonomischer Relevanz.

Die in der Ausstellung A U S B L I C K E beteiligten Künstlerinnen und Künstlern verbindet in ihrer zumeist seriellen und konzeptionellen Arbeit eine entschiedene Entschlossenheit und Geradlinigkeit, mit der sie (globale) Arbeits- und Zeitprozesse, bestimmte Zusammenhänge und Erkenntnisse zum Ausdruck bringen. Ihre zum Teil kritischen Reflexionen sind keine Formen der Begründung dieser, sondern vielmehr eine Notwendigkeit mit künstlerischen Mitteln zu handeln und zu kommunizieren. Im Ausstellungsraum kommt es zu Begegnungen von Installation, Malerei, Fotografie, Textil und Zeichnung. In der Gegenüberstellung entwickeln sie Erlebnisse – aber auch Denkaufgaben – sie regen an und sind gleichzeitig Hinweise mit denen sie uns auch auffordern, genauer hinzuschauen. Über stark reduzierte geometrische Abstraktionen und Fragmentierungen finden obsessive (innere) Auseinandersetzungen und mitunter physischer Einsatz statt: Monochrome Flächen und Formen entstehen, Kompositionen verdichten oder scheinen sich wieder aufzulösen. Andere verweigern uns den vollständigen Anblick und lassen Spekulationen zu. Oder suchen mit Bildern von Architekturen der Gegenwart nach Verständnis und den Bedeutungszusammenhängen.

Es geht um Metaphern und Variationen von Linien, um Farbklänge, Oberflächen und Texturen, bei denen sich nicht nur das Format und die Materialität wiederholt und auf diese Weise Bewegungsabläufe und Prozesse sichtbar werden, sondern zeitweilig auch ein Prinzip des Zufalls, Ergebnis bildnerischer Aussage, Findung und Geste ist. In der Zusammenstellung entstehen im Raum mit und zwischen den einzelnen künstlerischen Positionen, die sich bestimmter Ordnungssysteme nicht entziehen, dennoch neue Varianten des Narrativen. Trotz einer zum Teil formal ästhetischer Anordnungen werden die ausgestellten Werke zu Emotionsträgern und lassen auf diese Weise auch in der Wirklichkeit Freiraum für Assoziationen und Ausblicke zwischen Arbeit, Produktion und Leben zu. 

– Harald F. Theiss 

 

 

Pressemitteilung