FRANK MÄDLER


Von 1994 bis 2010, 16 Jahre lang, nahm der Fotograf Frank Mädler jeden Tag die Polaroidkamera zur Hand. Er hatte die Kamera gewählt, weil er seinen Söhnen Erinnerungsstücke geben wollte. Er lebte damals mit der Familie in Spanien, die beiden Söhne waren noch klein und sie sollten zur Erinnerung Fotos Ihrer Freunde und Großeltern bekommen, um sie nicht zu vergessen. Aber dabei blieb es nicht, die Kamera wurde sein Tagebuch, in dem er das alltägliche Leben der Familie festhielt oder Dinge, die ihm auffielen oder Nebensächlichkeiten, die er festhalten wollte. Er musste nur auf den Auslöser drücken, schon war das Foto da. Eine Auswahl, welches Foto aufgehoben werden würde, welches wieder in den Papierkorb landete, fand nicht statt. Die einzige Begrenzung war finanziell. Wenig Budget, wenig Fotos und umgekehrt. Als die Produktion von Polaroids eingestellt wurde, endete auch das Projekt.

Frank Mädler wurde 1963 in Torgelow geboren. Er lebt und arbeitet in Leipzig

1997-2000 Meisterschülerstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Astrid Klein
1999-2000 Postgraduiertenstudium an der Universidad Castilla-La Mancha, Facultad de Bellas Artes, Cuenca, Spanien
1994-1995 Facultad de Bellas Artes de la Universidad Complutense de Madrid, Spanien
1990-1997 Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Klasse von Astrid Klein

Stipendien (Auswahl)
2004 Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, Italien
2003 Reisestipendium des SMWK für Spanien
2000 DAAD Jahresstipendium für Spanien
1993-1998 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Sammlungen (Auswahl)
ALTANA Kunstsammlungen Bad Homburg, Deutschland
Art Gallery of Ontario, Kanada
DZ Bank Kunstsammlungen, Deutschland
Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Deutschland
Kupferstichkabinett Dresden, Deutschland
La Maison Rouge – Fondation Antoine de Galbert, Frankreich
Mulder Foundation, Peru
Sammlung Deutsche Telekom, Deutschland
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Deutschland

 
 

From 1994 to 2010, for 16 years, photographer Frank Mädler took the Polaroid camera to hand every day. He had chosen the camera because he wanted to give his sons memorabilia. He lived with his family in Spain at that time, the two sons were still small and they should get as a reminder photos of their friends and grandparents, not to forget them. But it did not stop there, the camera became his diary, in which he recorded the everyday life of the family or things that attracted his attention or incidental things that he wanted to hold on. He just had to press the trigger, the photo was already there. A selection, which photo would be lifted, which landed in the trash, did not take place. The only limit was financial. Little budget, few photos and vice versa. When the production of Polaroids closed down, the project ended.

Frucht, 30.10.2010, Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Klebstoff ohne Tube, 10.04.2010, Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Heilige, 31.05.2008. Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Frank Mädler, Raupe, 31.05.2008, Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Diamant im Kinderzimmer, 10.10.2010, Polaroid, 7,2 x 9,1 cm

Flieger, 30.01.1997, Polaroid, 7,9 x 7,7 cm

Zelten am See II, 01.07.2000, Polaroid, 7,9 x 7,7 cm

Kugelblume I, 18.07.2006, Polaroid, 7,2 x 9,1 cm

Spinne I, 01.08.2007, Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Fliege bleibt am Fenster, 11.11.2007. Polaroid, 9,1 x 7,2 cm

Aaron, 26.12.2010, Polaroid, 9,1 x 7,2 cm